Bild (vordere Reihe v.l.n.r.): Dr. Bernhard Bendick, Dr. Daniela De Ridder, Andreas Kröger, Dr. Rainer Schmidt  Foto: © SPD

Pipelines Global Player mitten in Lingen

SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder zu Gast bei 3P Services

Was passiert eigentlich, wenn eine Pipeline ein Leck hat? Der Inhalt tritt aus, die Umwelt wird verschmutzt, es beginnt möglicherweise zu brennen, Gas- und Ölversorgungen werden unterbrochen. Zusätzlich entsteht ein hoher Schaden für den Eigentümer der Pipeline, wirtschaftlich und auch seine Reputation betreffend.

Wie das vermieden werden kann, war das Thema des Besuchs von Dr. Daniela De Ridder, Mitgliedern der Lingener SPD-Stadtratsfraktion und des SPD-Ortsvereins Brögbern bei der Firma 3P Services.

3P Services fertigt in Lingen die sogenannten „intelligenten Molche“, mit deren Hilfe man Pipelines auf kritische Defekte hin inspizieren kann. „Ziel unserer Arbeit ist es immer, Schwachstellen an Pipelines, zum Beispiel bei Roststellen, so frühzeitig zu entdecken, dass der Eigentümer präventive Sanierungsmaßnahmen ergreifen kann, lange bevor die Pipeline zu einer Gefährdung für Mensch und Umwelt wird“, so Dr. Rainer Schmidt, Geschäftsführer von 3P Services. Diese Geräte werden individuell an die Pipeline und an die Kundenanforderungen angepasst. Dabei müssen alle Verengungen, Bögen oder spezielle Installationen in der Pipeline im Planungsprozess berücksichtigt werden. Nicht nur die großkalibrigen Pipelines für den Transport von Öl und Gas müssen inspiziert werden; auch kleinere Leitungen in Raffinerien oder Tanklagern werden geprüft. Daher fertigt 3P Services Messmolche mit Durchmessern von 5cm bis über 1m. Die Molche fahren selbständig über viele Kilometer und werden meist mit dem Pipelineprodukt (Öl, Gas) durch die Pipeline gepumpt. Die Molche werden weltweit durch das 3P Personal eingesetzt und müssen daher extremen Anforderungen gerecht werden. Diese reichen beispielsweise von großer Hitze in Indien bis zu großer Kälte in Alaska, oder zu hohem Druck, etwa wenn Rohrleitungen offshore in über 1000 m Wassertiefe verlegt sind.

Mit seinen rund 100 Mitarbeitern muss 3P Services ein breites fachliches Spektrum abdecken: Von der Entwicklung über die Fertigung und Erprobung der Geräte, die weltweite Logistik und Abwicklung der Arbeiten bis hin zur Datenanalyse – alles wird vor Ort in Lingen gemacht.

Dr. De Ridder zeigte sich beeindruckt von der Technologie, aber auch von dem unternehmerischen Mut, ein solch spezialisiertes Unternehmen mit einer kostenintensiven Produktion aufzubauen. Desweiteren lobte sie den Ausbildungsbetrieb, der zurzeit 23 AZUBIs umfasst: Industriekaufleute, Technische Produktdesigner/innen, Fachinformatiker/innen, Industriemechaniker/innen, Elektroniker/innen und Mechatroniker/innen werden bei 3P Services ausgebildet. In aller Regel werden sie nach der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

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