Antje Schulte-Schoh, Thorsten Brockmeyer und Dr. Daniela De Ridder

Mit Antje Schulte-Schoh beim Flughafen Münster/Osnabrück

Münster/Osnabrück. Die SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder besuchte gemeinsam mit Antje Schulte-Schoh, der SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Osnabrück Stadt (39), den Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). Beide Politikerinnen kamen dort mit dem stellvertretenden Geschäftsführer des Flughafens, Thorsten Brockmeyer, ins Gespräch. De Ridder und Schulte-Schoh zeigen sich überzeugt, dass der Flughafen einen wichtigen Beitrag für die Stärke der gemeinsamen Region leistet.

Der Flughafen Münster/Osnabrück fertigte 2016 rund 787.000 Passagiere ab und war Umschlagplatz für 320 Tonnen Luftfracht. Als vergleichsweise kleiner Flughafen mit zwei Terminals ist er dennoch wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Menschen und Unternehmen der Region. De Ridder betont, dass gerade auch die Wirtschaft der Grafschaft Bentheim und des Emslandes von dem Angebot eines Flughafens in der Nähe profitieren, wie es auch die Industrie- und Handelskammer Osnabrück- Emsland-Grafschaft Bentheim deutlich gemacht hat.

„Die Verkehrsinfrastruktur rund um Flughafen Münster/Osnabrück ist für jeden der bundesweit mobil sein oder in den Urlaub reisen will  aber auch für die Wirtschaft unserer Region von großer Bedeutung. Neben der Verkehrsinfrastruktur am Boden und zu Wasser zählt dazu auch der Flugverkehr. Daher kann der Flughafen Münster/Osnabrück einen wichtigen infrastrukturellen Beitrag zur Stärkung unserer Region leisten. Als Sozialdemokratinnen sehen wir mit dem Angebot des Flughafens nicht nur einen Jobmotor, sondern einen wichtigen Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Grafschaft Bentheim, des Emslandes und des Großraums Osnabrück“, erklärte Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Der Flughafen beschäftigt rund 1.600 Angestellte und hat Kapazitäten von bis zu 2,5 Millionen Passagieren pro Jahr. Zu den Hauptbetreibern gehören neben den Stadtwerken Münster GmbH auch die Stadt Osnabrück wie auch die Landkreise Grafschaft Bentheim und das Emsland. An der Beteiligungsstruktur wird auch die regional übergreifende Bedeutung des Flughafens deutlich. Schulte-Schoh bekräftigt, dass die Lage des Flughafens gerade für Osnabrück von großer Bedeutung ist. Deutlich wurde bei dem Gespräch mit Brockmeyer jedoch, dass der Luftfrachtverkehr noch ausbaufähig sei. Regionen, die wirtschaftlich prosperieren wollen, können mit einem Flughafen erhebliche Standortvorteile manifestieren; insbesondere gilt dies, wenn sich dort Unternehmen ansiedeln, die als „Global Player“ am Markt agieren müssen, so etwa Industrieunternehmen aus dem Maschinenbau oder der Metallindustrie. Hier wünscht sich Brockmeyer noch eine engere Zusammenarbeit und Nutzung des FMO. Konzeptionell weiterentwickeln ließe sich der FMO jedoch auch dahingehend, dass es im Bereich der Terminals Raum für Veranstaltungen gebe, was die Attraktivität des Flughafens noch einmal erhöhen könnte.

„Mit einer Frachthalle für LKW besitzt der Flughafen ein größeres Potenzial, als heute genutzt werden kann. Klar ist, dass der Flughafen FMO seine Potenziale nur durch eine Stärkung der umliegenden Infrastruktur, also der Straßen- und Schienenwege, besser nutzen kann. Hier kommt es auf die Politik an, die richtigen Weichen in den kommenden vier Jahren zu stellen. Mit dem Bundesverkehrswegeplan haben wir bereits Einiges in die Wege leiten können. Langfristig müssen wir aber eine umfassendere Strategie für eine zukunftsorientierte Infrastrukturplanung entwickeln und auf den Weg bringen“, so De Ridder weiter.

Schlagzeilen hatte der FMO auch deshalb gemacht, weil  Pläne zum Ausbau des Regionalflughafens Twente vereitelt werden konnten, die sich für den deutschen Flughafen existenzgefährdend hätten auswirken können. Völlig zu Recht, so erinnerte Brockmeyer, hätten die betroffenen  Landkreise und Städte über viele Monaten hinweg vor einer Existenzgefährdung des FMO gewarnt , sollte Twente in Betrieb gehen. Gerade auch die SPD beider Landkreise hatte resolut gegen den erwartbaren Fluglärm protestiert, was gerade für die stark vom Tourismus lebenden Regionen eine erheblich Schwächung bedeutet hätte. Zugleich wurde bezweifelt, dass ein Flughafen Twente der Grenzregion wirtschaftlich nützen werde.

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