V.l.n.r.: Urban Überschär, Volker Friese, Pastor Reiner Roloff, Dr. Daniela De Ridder, Klaas Johannink, Sebastian Knoth, Petra Tiesmeyer und Inga Graber

Mehr Demokratie wagen – mehr Vielfalt leben!

Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder lud gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen nach Nordhorn zur Podiumsdiskussion und zum World Café zum Thema „Mehr Demokratie wagen – mehr Vielfalt leben!“ ein. Auf dem Podium und an den Thementischen waren die Gäste Volker Friese vom Kreissportbund Grafschaft Bentheim, Pastor Reiner Rohloff vom Kloster Frenswegen, Klaas Johannink von der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim, Sebastian Knoth von der IG Metalljugend Rheine und Petra Tiesmeyer vom Deutschen Gewerkschaftsbund vertreten – Inga Graber von der Ems-Vechte-Welle moderierte.

„Mehr Demokratie wagen – Der berühmte Satz von Willy Brandt hat mich persönlich und in meiner politischen Laufbahn sehr geprägt. Wir erleben heute, dass sich Rechtspopulismus weltweit verbreitet und unsere Demokratie wieder stark bedroht ist. Mit unserer Veranstaltung gingen wir unter anderem auf die Frage ein, was wir für eine lebendige Zivilgesellschaft tun müssen und wie wir die Teilhabe an der Demokratie wieder für Jung und Alt attraktiv machen können. Hierfür ist der Input unterschiedlicher Akteure der Zivilgesellschaft besonders gut, um möglichst viele Menschen ansprechen zu können“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Im Konzept der Veranstaltung war bewusst die Zusammensetzung des Podiums und der Thementische des World Cafés mit unterschiedlichen Akteuren vorgesehen, die Herausforderungen und Möglichkeiten zur Stärkung der demokratischen Partizipation aus ihrer Perspektive skizzierten. Dabei wurde klar, dass der Aufstieg des Rechtspopulismus auch mit einer komplexer werdenden Welt und Abstiegsängste einhergeht. Demnach können Vereinfachung mit Feindbildern leicht auf fruchtbaren Boden fallen, wenn es keine starken Zivilgesellschaftlichen Akteure gibt, die mit den Menschen konstant im Dialog stehen. Einigkeit bestand auch darüber, dass die Partizipation der jungen Generation auch dadurch leidet, dass die Menschen weniger Zeit zur Verfügung haben.

„Alle Akteure, gerade auch die Unternehmen und der Staat, müssen dafür sorgen, dass die Menschen auch genügend Freiheit im Privatleben zur Verfügung haben. Das ist wichtig, damit demokratische Partizipation gelebt werden kann und wir eine lebendige Zivilgesellschaft haben. Außerdem ist dies die beste Immunisierung gegen Rechtspopulismus und vereinfachenden Parolen. Herzlich möchte ich allen Diskutanten und Gästen für ihr Kommen danken und freue mich auf ein starkes politisches und demokratisches Engagement in der Grafschaft Bentheim und im Emsland“, bekräftigt De Ridder.

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