V.l.n.r.: Lena Schoemaker (Arbeitskreis Eine Welt Laden e.V.), Karola Schaper (Vorstandsmitglied vom Eine Welt Laden), Maja Volland (politische Referentin des Forums Fairer Handel), Dr. Daniela De Ridder; Renate Kuhn (kaufmännische Angestellte), Ulla Hermann (Vorsitzende Eine Welt Laden), Verena Nortmann (ehrenamtliche Mitarbeiterin Eine Welt Laden)

Im Einsatz für faire Bedingungen weltweit

Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zu Gast im Nordhorner Weltladen und informierte bei ihrem Besuch über den aktuellen Stand hinsichtlich der Unterschriften-Kampagne zur Unterstützung fairer Arbeitsverhältnisse und umweltverträglicher Produktionsweisen des Weltladen Dachverbandes und des Forums Fairer Handel aus dem vergangenen Jahr. De Ridder betont, dass sie sich als stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses für faire und gute globale Arbeitsbedingungen einsetzt.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte den Weltladen in Nordhorn und kam dort mit Karola Schaper, Ulla Herrmann (beide Weltladen Nordhorn), Lena Schoemaker (Arbeitskreis Eine Welt e.V. Nordhorn) und Maja Volland (politische Referentin des Forums Fairer Handel) ins Gespräch. Im November vergangenen Jahres übergaben Vertreterinnen der Weltläden Nordhorn und Lingen der SPD-Bundestagsabgeordneten eine Petition mit rund 850 Unterschriften zum Schutz der Menschen- und Arbeitsrechte weltweit. De Ridder unterstützte das Anliegen und reichte die Listen an die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler, weiter.

„Die universelle Geltung und die Unteilbarkeit der Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Wir setzen uns in Deutschland, auf europäischer Ebene und weltweit dafür ein, dass die Menschenrechtsstandards umgesetzt und weiterentwickelt werden – dazu zählen insbesondere die Ächtung von Todesstrafe und Folter oder die Stärkung der Rechte von Frauen und Kindern. Als stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses bin ich Berichterstatterin für die Außenhandelsbeziehungen und sehe mich daher in der Verpflichtung, mich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen stark zu machen. Aber wir alle können einen persönlichen Beitrag leisten, indem wir bewusst einkaufen und vor allem Produkte aus fairer und umweltverträglicher Produktion erwerben und konsumieren. Es freut mich sehr, dass sich so viele Menschen in der Grafschaft Bentheim und im Emsland für faire Bedingungen einsetzen und in den Eine-Welt-Läden in Nordhorn und Lingen dafür unterschrieben haben“, betont Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Im vergangenen Jahr sammelten die Weltläden in ganz Deutschland mehr als 11.000 Unterschriften, um die Ausbeutung von Mensch und Umwelt zu stoppen. Mit dieser Aktion wollte das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband sowie das Forum Fairer Handel darauf aufmerksam machen, dass sich Deutschland mit weiteren 192 UN-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet hat, sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen weltweit zu fördern. Die im Zuge der Kampagne gesammelten Unterschriften zur Unterstützung fairer Arbeitsverhältnisse und umweltverträglicher Produktionsweisen übergab De Ridder an die Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, ihrer SPD-Bundestagsfraktionskollegin Dr. Bärbel Kofler.

„Trotz Arbeit leiden viele Millionen Menschen weltweit unter Hunger und extremer Armut. Dreiviertel der Menschheit leben ohne sozialen Schutz und unter schweren Verletzungen von Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechten. Daher ist es sehr wichtig, sich konsequent für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen global gerechten Handel einzusetzen. Dazu hat die Bundesregierung auf Initiative der SPD bereits im Dezember 2016 den ‚Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte‘ verabschiedet. Dieser formuliert die Erwartungshaltung an deutsche Unternehmen, die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht einzuhalten und Menschenrechte entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten zu achten. Seit 2018 überprüft die Bundesregierung jährlich den Umsetzungsstand anhand von Stichproben. Bis 2020 sollen mindestens die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland mit mehr als 500 Beschäftigten die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in ihre Unternehmungsprozesse integriert haben“, hob De Ridder hervor.

Mit diesem Nationalen Aktionsplan sei zwar ein erster Schritt zur Verbesserung der Menschenrechte unternommen worden, jedoch sei diese freiwillige Maßnahme nicht ausreichend, insbesondere da die Überprüfung des Aktionsplans anhand von nicht aussagekräftigen Kriterien erfolgen solle. Daher fordern Karola Schaper, Ulla Herrmann, Lena Schoemaker und Maja Volland im Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten ein Gesetz, das die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten verbindlich festschreibt. „Ich setzte mich mit aller Kraft für faire und gute Arbeitsbedingungen ein. Daher setze ich auf ein Qualitätsaudit, bei dem alle Unternehmen den Nachweis fairer Handelsbeziehungen liefern. Deutsche Unternehmen müssen Verantwortung dafür übernehmen, dass in ihren globalen Produktions- und Lieferketten Menschenrechte eingehalten und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sichergestellt werden. Sollte sich herausstellen, dass die Wirtschaft ihre freiwilligen Ziele verfehlt, wird die SPD mit Nachdruck für eine gesetzliche Regelung eintreten“, versichert De Ridder.

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