Ulla Wigger, Dr. Daniela De Ridder, Ria Ploeg und Geert Vrielmann

Im Dialog auf dem Bronzezeithof in Uelsen

 Uelsen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder kam auf dem Bronzezeithof mit Geert Vrielmann seitens der Betreiber und interessierten Gästen zum Thema Tourismus ins Gespräch. Gerade der Bronzezeithof bietet einen Einblick in die weite Geschichte und in die Archäologie der Region; im weiteren Umkreis der Gemeinde Uelsen sind besonders viele Grabhügel und Anlagen aus der Bronzezeit erhalten. De Ridder betont, dass der Bronzezeithof damit nicht nur für den Tourismus förderlich ist, sondern auch einen wichtigen Bildungsauftrag erfüllt. Deutlich wurde bei der Diskussion jedoch, dass ein umfassendes Tourismuskonzept für die Region fehlt und dabei auch die Politik des Landkreises gefordert ist.

Eines der berühmtesten Fundstücke aus der Bronzezeit in der Grafschaft Bentheim ist der Goldene Becher vom Spöllberg. Im Jahre 2003 wurden in einem Neubaugebiet am Riedberg in Uelsen-Ost Tonscherben entdeckt, die ebenfalls auf die Bronzezeit datieren. Das wohl deutschlandweit bekannteste Fundstück der frühen Bronzezeit ist die Himmelsscheibe von Nebra, die nach neuesten Erkenntnissen in der Zeit um 1600 v. Chr. vergraben wurde. Mit dem Museum und dem interaktiven Angebot des Bronzezeithofes gibt es die Gelegenheit, mehr über diese Zeit und die Region zu erfahren. De Ridder und ihre Gäste diskutierten insbesondere  über die Notwendigkeit eines nachhaltigen Tourismuskonzeptes, welches die Archäologie sowie die Schätze der Region schützt und sichtbar macht – nicht nur für Touristen, sondern auch für die einheimische Bevölkerung.

„Der Bronzezeithof bietet ein spannendes und informatives Angebot und macht für die Grafschafter von heute erlebbar, wie die Menschen in der Bronzezeit wohl gelebt haben müssen – mit allen Qualitäten, aber auch allen Widrigkeiten und Unbill eines harten Lebens . Es ist sehr bemerkenswert, wie die Fundstücke aus der Bronzezeit Rückschlüsse über das Leben vor mehreren Tausend Jahren vermitteln. Damit ist der Hof nicht nur für den Tourismus attraktiv, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, die mehr über unsere Region lernen wollen. Sehr gerne möchte ich den Bronzezeithof bei der Umsetzung eines umfassenden Tourismuskonzeptes unterstützen“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Deutlich wurde, dass die Aktiven des Bronzezeithofes zuversichtlich auf den geplanten Geschichtspark „Uelser Quellen“ blicken, der auf einem Pfad für Interessierte einen Einblick in die Geschichte der Region an besonderen Standorten bietet. So soll ein Wanderpfad, begleitet von einem kundigen Führer, von der Besichtigung des Atomschutzkellers im Rathaus über die alte Bleichhütte „Linnenboo“ bis hin zu den Gräbern aus der Bronzezeit führen. Die Verantwortlichen möchten damit nicht nur Touristen in die Region anziehen, sondern auch das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt stärken. Was bislang fehlt, ist eine ausgereifte touristische Infrastruktur von Uelsen als Ort der Erholung und der Ruhe sowie als Ort mit guter Verkehrsanbindung. Wichtig ist, dass für die Stärkung des Tourismus und das Entwickeln eines Konzeptes alle Beteiligten – so auch die Landwirtinnen und Landwirte – mit einbezogen werden.

„Eine Tour durch die Historie unserer Region ist dank der zahlreichen Erlebnisangebote des Bronzezeithofs etwas Besonderes und schärft unsere Sinne für den Erhalt dieser bedeutenden Umgebung. Daher muss ein geschichtsbewusster Umgang mit unserer Region immer auch mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und des Schutzes der Umwelt verbunden werden. Schließlich sollen noch viele Generationen die Chance erhalten, von den entdeckten aber auch von den noch verborgenen Schätzen zu lernen. Wichtig ist mir als Bundestagsabgeordnete, dass wir bei der Stärkung dieses für unsere Region so wichtigen wirtschaftlichen Zweig des Tourismus alle Beteiligten mit ins Boot holen, denn häufig wird bei den unterschiedlichen Interessenslagen übersehen, welche enormen Chancen in dieser Wachstumsbranche liegen. Allerdings ist hier nicht nur die Kommunal-, sondern auch die Kreispolitik gefordert.“, so De Ridder weiter.

Der Haushalt der Gemeinde Uelsen ist noch immer mit 1,9 Millionen Euro im Minus. Auch wenn die Etablierung des Geschichtsparks schätzungsweise 100.000 Euro kostet, ist die Gemeinde zuversichtlich, dass es Fördermittel von anderer Stelle geben kann. De Ridder bot – im Falle ihrer Wiederwahl 2017 – an, sich für die kommenden Haushalte nach Fördermitteln des Bundes zu erkundigen. „Sehr gerne unterstütze ich die Arbeit der Engagierten für unsere Region, auch damit wir Arbeitsplätze schaffen können“, bekräftigt De Ridder. De Ridder macht zudem auf die 3. Gruselnacht im Uelser Feriengebiet aufmerksam, die am 07. Oktober stattfinden mit Start beim Bronzezeithof stattfinden wird.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter diesem Link.

 

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