V.l.n.r.: Erna Krämer, Elisabeth Metzkowitz, Dr. Daniela De Ridder, Christine Lux, Dagmar Andres und Ursula Feldmann

Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen – Der Verein „Frauen helfen Frauen Emsland e.V.“

Lingen/Emsland. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte anlässlich ihrer Sommertour den Verein „Frauen helfen Frauen Emsland e.V.“ Dort kam sie mit den Vorstandsfrauen Erna Krämer, Elisabeth Metzkowitz, Christine Lux, Dagmar Homeyer, Barbara Pieczewski, Ingrida Narbutiene sowie den Vereinsmitgliedern Dagmar Andres und Ursula Feldmann (Mitgründerin des Vereins und langjährige erste Vorsitzende) ins Gespräch und informierte sich über die Arbeit und vielfältigen Projekte des Vereins. De Ridder betont, dass die Stärkung von Frauenrechten weltweit von hoher Bedeutung ist.

„In vielen Teilen der Welt sind Frauen gegenüber Männern auch heute noch stark benachteiligt. Sie erfahren Gewalt,  werden diskriminiert, unterdrückt und vergewaltigt. Ihnen fehlt darüber hinaus häufig der Zugang zu Bildung und in Parlamenten sind sie deutlich unterrepräsentiert. Daher ist es für mich eine der zentralen politischen Aufgaben, diese Missstände mit aller Entschlossenheit zu bekämpfen und Frauenrechte weltweit zu stärken. Dankenswerterweise leistet der Verein ‚Frauen helfen Frauen Emsland e.V.‘ hierbei einen sehr wichtigen Beitrag“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Frauen sollen in allen Regionen der Welt ein eigenständiges Leben führen können – dieses Ziel verfolgen rund 150 engagierte Mitglieder des Vereins „Frauen helfen Frauen Emsland e.V.“ Denn oft sind es Frauen und Kinder, die von wirtschaftlichen Notlagen und bewaffneten Konflikten besonders stark betroffen sind. In zahlreichen Regionen der Welt, so etwa in Litauen, Polen, Ägypten, Mosambik, Bolivien, Marokko und Berlin, unterstützen die Vereinsmitglieder Frauen und Mädchen, um ihre Not zu lindern, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und so Mut machende Zeichen zu setzen. Ein besonderer Schwerpunkt werde dabei auf die Hilfe zur Selbsthilfe gelegt. So werde etwa in Ägypten ein Ziegenprojekt unterstützt: Sozial schwache Frauen erhalten eine trächtige Ziege, die mit ihrer Milch zur Ernährung der Familie beitrage – durch den Verkauf der Zickleins erwirtschafte die Frau zudem ein kleines Einkommen.  Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1992 konnten bereits mehr als 100.000 Euro an die Projekte zur Stärkung von Frauen und Mädchen weitergegeben werden, berichtet Christine Lux, die mit weiteren engagierten Frauen den Vorstand des Vereins bildet.

Weltweit leben etwa 736 Millionen Menschen in extremer Armut – weit über 70 Prozent von ihnen sind Frauen. Zwar sinke diese Zahl, aber nicht schnell genug, um das Ziel der Weltgemeinschaft zu erreichen, bis 2030 die extreme Armut zu beenden. „Neben den humanitären Hilfsmaßnahmen und dem Aufbau von Bildungs-, Gesundheits- und sozialen Sicherungssystemen ist es von substanzieller Bedeutung, auch die Rolle der Frauen zu stärken“, betont De Ridder, die stellvertretendes Mitglied im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestags ist.

Aber auch vor Ort ist der Verein Frauen helfen Frauen Emsland sehr aktiv. Großer Beliebtheit erfreuen sich die internationalen Küchentreffs, die mit der Volkshochschule Lingen organisiert werden oder die zahlreichen Ausflüge und Treffen für einheimische und aus dem Ausland zugezogene Mitbürgerinnen, um Kontakte und Freundschaften zu fördern. Dabei entstand die Idee für das Buch „Du + Ich = Wir?! Wir Frauen im Emsland“. Es gibt spannende Einblicke in Lebenswege von Frauen, die aus dem Ausland ins Emsland gekommen sind. Zeitgleich enthält das Buch Porträts von Frauen aus dem Emsland, die diese Frauen unterstützen. Auf 200 Seiten werde sichtbar, dass das Miteinander für uns alle ein Gewinn sei, berichtet Ursula Feldmann, Mitautorin des Buches und Mitglied im Verein Frauen helfen Frauen Emsland e.V.

„Als Außenpolitikerin bin ich zutiefst beeindruckt von den Leistungen, die vom Verein Frauen helfen Frauen Emsland e.V. vollbracht werden. Mit ihrem Engagement tragen sie seit mehr als zwei Jahrzehnten substanziell dazu bei, die Stellung von Frauen und Mädchen weltweit zu stärken. Zugleich fördern sie die Integration und den kulturellen Austausch in unserer Region und über Ländergrenzen hinweg“, bekräftigt De Ridder abschließend.

Wer Mitglied im Verein Frauen helfen Frauen Emsland e.V. werden oder das Buch „Du + Ich = Wir?! Wir Frauen im Emsland“ erwerben möchte, erhält nähere Informationen bei Christine Lux unter der Telefonnummer 0591 / 74803 oder auf der Homepage unter www.fhf-emsland.de

 

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