v.lks.: Europaabgeordneter Matthias Groote, Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder und Andreas Kröger, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Lingen (Ems) | Foto: © Lindwehr

„Europa ja, aber anders!“ – SPD bereitet Europawahl 2014 vor

Die Bundestagswahl steht erst noch vor der Tür, doch die Parteien nehmen schon den nächsten Wahltermin ins Visier: Voraussichtlich am 25. Mai 2014 wird ein neues Europaparlament gewählt. Die Sozialdemokraten aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim bestimmten jetzt ihre Delegierten für die Kandidatenkür, die auf Bezirksebene im Herbst ansteht.

Gastredner der Konferenz im Lingener Waldhotel war der Europaabgeordnete Matthias Groote aus dem Landkreis Leer. Groote vertritt als einer von zwei niedersächsischen SPD-Europaparlamentariern den Westen des Bundeslandes in Brüssel und Straßburg. „Europa ja, aber anders“, so war der Vortrag überschrieben, und Groote machte klar, wie seine Vorstellung aussieht:

„Ich wünsche mir, dass es zur nächsten Europawahl nicht nur echte Spitzenkandidaten der europäischen Parteien gibt, sondern diese sich auch in einem Rededuell der europäischen Öffentlichkeit präsentieren, und um die Richtung für Europa streiten“, so der 39-Jährige. Vertrauen in Europa und Identifikation mit Europa könne nicht wachsen, so lange die nationalen Regierungen im Europäischen Rat hinter verschlossenen Türen berieten und sich anschließend vor heimischem Publikum von den beschlossenen Kompromissen wieder distanzierten.

Die weiter wachsende Bedeutung Europas hatte bereits Andreas Kröger betont. Gemeinsam mit der Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder, leitete er die Versammlung. Dr. De Ridder, die auch Vorsitzende der Sozialdemokraten in der Grafschaft Bentheim ist, stellte heraus, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Europa bekämpft werden müsse: „Dass junge Menschen in Griechenland, Spanien, Italien, Zypern, Frankreich und anderen Ländern Südeuropas in so hohem Maß von Arbeitslosigkeit betroffen sind, dürfen wir nicht achselzuckend hinnehmen. Solidarität heißt das Gebot der Stunde, damit die Krisenländer wirtschaftlich nicht abgehängt werden. Südeuropa braucht kein „Kaputt-Sparprogramm, sondern einen Marschall-Plan“, betonte De Ridder.

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