Dr. Daniela De Ridder bei der FES  Fotoquelle: © SPD

Dr. Daniela De Ridder hält Grußwort bei Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin

„Rosarot und Himmelblau? Auf dem Weg zu vielfältigen Bildungs- und Erwerbsverläufen“, so lautete das Thema einer Fachtagung, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder eingeladen hatte.

Dr. Daniela De Ridder wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass schon im Kleinkindalter Geschlechtsunterschiede manifestiert würden. So sei seit einigen Jahren eine „Pinkysierung“ der Warenwelt kaum zu übersehen: Mädchen würden dadurch früh in die Rolle als Prinzessin und Mutter gedrängt. Diese frühe Rollenzuschreibung schränke die Entwicklungsmöglichkeiten von Mädchen ein. Diese Tendenzen festigen sich in der Schule und setzen sich in der späteren Ausbildungs- und Studienwahl fort. Daher spiele das Geschlecht nach wie vor eine entscheidende Rolle im gesamten Bildungs- und Erwerbsverlauf und beeinflusse maßgeblich Entscheidungen, Karrierechancen und Einkommen. Dies sei paradox, da die Schulnoten für Mädchen viele verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten zuließen. Zudem seien die Geschlechterrollen heute sehr vielfältig geworden.

Ferner müsste in Sinne eines kulturellen Wandels, so De Ridder, mit tradierten Klischees, Rollenbildern und Zuschreibungen gebrochen werden, um mehr Vielfalt, mehr gesellschaftliche Teilhabe und mehr individuelle Verwirklichungschancen für beide Geschlechter erreichen zu können: Mädchen und Jungen müssten von Beginn an mit all ihren Interessen und Vorlieben individuell gefördert werden. Dafür werde eine zukunftsfähige Familien- und Erwerbspolitik benötigt. Politik und Gesellschaft müssten dabei die gesamte Lebensverlaufsperspektive der Menschen im Blick behalten. Als Beispiel nannte die Wissenschaftspolitikerin De Ridder die Bildungspolitik, die von der frühkindlichen Bildung über Schule, Ausbildung, Hochschule bis zur Weiterbildung im Beruf als lebenslanger Lernprozess gestaltet werden müsse.

In diesem Zusammenhang bedauerte De Ridder, dass es im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU im Bereich der Bildungspolitik noch keine größeren Fortschritte bei der BAföG-Reform gegeben habe. Sie zeigte sich aber zuversichtlich, dass Bildungspolitik in der laufenden Legislaturperiode sowohl auf bundes-, landes- und kommunalpolitischer Ebene einen hohen Stellenwert erhalten werde.

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