Imke Erdtmann, Dr. Daniela De Ridder und Dr. Matthias Miersch (v.l.n.r.)

Dr. Daniela De Ridder besucht Taurus Weidefleisch

Emsland/Grafschaft Bentheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Dr. Matthias Miersch, dem umweltpolitischen Sprecher des SPD-Bundestagsfraktion, die Taurus Weiderinder in Bawinkel und informierte sich bei der Landwirtin Imke Erdtmann über umwelt- und artgerechte Haltung und Zucht der Tiere.

„In Zeiten von steigender Nitratbelastungen im Trinkwasser, durch die die Landwirtschaft stark belastet wird, sowie ein steigendes Umweltbewusstsein bei den Verbrauchern ist es stets gut zu wissen, dass sich Landwirtinnen wie Imke Erdtmann und ihr Team einer artgerechten Tierhaltung und damit auch einer umweltfreundlichen Landwirtschaft zuwenden. Der Erfolg bei ihren Kundinnen und Kunden gibt Ihr durch eine steigende Nachfrage Recht. Meine Kollege Dr. Matthias Miersch und ich haben uns nicht nur ganz persönlich ein Bild machen können, wie gut es den Galloway- und Highland-Rindern gut geht; Frau Erdtmann bietet mit ihren Produkten eine echte ökologische, regionale und damit nachhaltige Alternative zur Intensivtierhaltung  an“, zeigt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete für das Emsland und die Grafschaft Bentheim, Dr. Daniela De Ridder, beeindruckt.

Gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen und umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, informierte sich De Ridder direkt vor Ort über Chancen, Herausforderungen und Zukunft der traditionellen und ökologisch-nachhaltigen Landwirtschaft. Besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Landwirtschaft müssen regelmäßig vor dem Eindruck der übergroßen industriell betriebenen Landwirtschaft und Großviehbetriebe um ihr Überleben kämpfen. Alternative Konzepte zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Feldern und Flächen gehen damit verloren. „Ein immer Höher, immer Weiter wird auf Dauer in der Landwirtschaft nicht möglich sein. Eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union ist daher dringend angezeigt. Es braucht u.a.  einen festen Sockelbetrag für kleinere und mittelständische Betriebe, der den Landwirten ein angemessenes Auskommen ermöglicht, ohne immer weiter auf Produktionssteigerung und Expansion zu setzen. Andernfalls werden wir Mensch, Tier und Natur überfordern“, so Dr. Matthias Miersch nach dem Besuch des Taurus-Hofes.

Die Fahrt ins Grüne und das Gespräch mit der engagierten Landwirtin führte für die beiden SPD-Politiker zu einer kleiner Positionierung in der Agrarpolitik:
„Besonders die Knappheit der Grünflächen für die Landwirtschaft wird zu einem immer größer werdenden Problem. Die Pachtpreise für Pachtland sind in den letzten Jahren enorm angestiegen und nur die großen Betriebe können es sich daher leisten, zu wachsen. Den kleineren und mittleren Unternehmen gereicht das im Umkehrschluss zum Nachteil – ihr Wachstum wird damit von vornherein ausgebremst. Die EU muss von ihrer Linie des Gießkannenprinzips abkehren und endlich gezielt nachhaltige Landwirtschaft fördern, die auf die regionale Diversität der Pflanzenarten achtet. Nur so kann verhindert werden, dass Grünflächen durch die intensive Nutzung nicht irgendwann komplett verloren gehen“, bemerkt Daniela De Ridder vor dem Eindruck, dass durch sogenannten „Flächenfraß“ täglich mehrere Hektar Land verloren gehen.

Ein weiteres ernstzunehmendes Problem stellt das Sterben der Schlachthöfe dar, das ebenfalls durch die industrielle Tierhaltung begünstigt wird. Gehen diese aber der regionalen Struktur verloren, müssen lange Transportwege und damit höhere Kosten in Kauf genommen werden, was dem Anspruch einer nachhaltigen Landwirtschaft entgegensteht. So betonte De Ridder bei diesem Besuch erneut, dass sie und die SPD-Bundestagsfraktion sich auch weiterhin für die Stärkung der Strukturen im ländlichen Raum einsetzen werden und einer Monopolisierung in der Land- und Viehwirtschaft entschieden entgegentreten. “ Ich weiß, dass viele Landwirte ökonomisch unter Druck stehen, gleichwohl hoffe ich, dass das gute Beispiel von Frau Erdtmann Schule macht“, betont De Rider abschließend.

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