Dr. Daniela De Ridder und Dr. Carola Reimann

Die Hälfte des Himmels – Geschlechtergerechtigkeit verwirklicht?

Haselünne. Gemeinsam zogen die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Daniela De Ridder und Dr. Carola Reimann eine erfolgreiche Bilanz der aktuellen Frauen- und Familienpolitik. Im Rahmen der Reihe „Fraktion vor Ort“ hatte De Ridder zu dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Reimann, der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion nach Haselünne eingeladen.

„Nicht nur meine eigenen Erfahrungen als ehemalige Gleichstellungsbeauftragte, sondern auch die zahlreichen Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern im Emsland und in der  Grafschaft Bentheim machen mir stets deutlich, dass wir immer noch vor großen Herausforderungen in der Frauen-, Familien- und Gleichstellungspolitik stehen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir in der aktuellen Legislaturperiode als SPD-Bundestagsfraktion vieles bewegen konnten, was Carola Reimann deutlich herausgestellt hat. Besonders stolz bin ich auf die Reform des Unterhaltsvorschusses, das Elterngeld plus, die Frauenquote und die Einführung des Mindestlohns, der sich insbesondere für Frauen positiv auswirkt. Dies sind wichtige Ergebnisse unserer sozialdemokratischen Arbeit“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Frauen-, Familien und Gleichstellungspolitik müsse sich in allen politischen Ressorts und Querschnittsthemen wiederfinden. Sie muss, so De Ridder, zugleich Frauen und Männer, Mütter und Väter adressieren.  Reimann machte bei ihrem Vortrag deutlich, dass die Anrechenbarkeit für die Erziehung von Kindern im Rahmen des Rentenpakets einen wichtigen Aspekt einer gerechtigkeitsorientierten Politik darstellt. Die Quote für Vorstände großer Unternehmen wiederum habe gezeigt, wie groß die Widerstände immer noch seien. Dabei zeichnet sich nicht nur durch eine große Ungleichheit bei den Löhnen sondern ebenso bei der Kinderbetreuung ein Problem ab, das in Zukunft eine wachsende Bedeutung spielt, die es rechtzeitig abzuwehren gilt: die feminisierte Altersarmut.

„Es ist eine traurige Realität, dass vor allem Frauen unter Armut im Alter leiden, gerade wenn sie aufgrund der Betreuung von Kindern und der Familienorganisation deutlich verringerte Rentenansprüche geltend machen können. Deshalb muss eines unserer dringendsten Ziele die Beseitigung von Armut im Alter sowie von Kinderarmut  sein. Es ist daher richtig, dass Martin Schulz sich dem Thema der sozialen Gerechtigkeit besonders in den Blick nimmt und sich für den  Ausgleich bestehender Ungleichheiten einsetzt. Schließlich ist das Leben mit Kindern ein wichtiger Beitrag zu unserer Gesellschaft und Zukunft, wofür Mütter und Väter – und unter ihnen ganz besonders die Alleinerziehenden – nicht abgestraft werden dürfen. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier in den kommenden Jahren viel erreichen können“, bekräftigt De Ridder.

Die Ortsvereinsvorsitzende Simone Ploeger van Dijk sowie die SPD-Bundestagsabgeordnete De Ridder dankten allen Beteiligten für ihr Engagement und Interesse an der Veranstaltung und Dr. Carola Reimann für ihren ausführlichen und informativen Beitrag.

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