v.l.n.r.: Marco Menne, Vorstand der Sparkasse Emsland, Reinhard Winter, Landrat im Landkreis Emsland, SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder, Daniela Behrens, Staatsekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Prof. Dr. Jörn Axel Meyer, Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für kleine und mittelständische Unternehmen, Michael Kiesewetter, NBank-Vorstandsvorsitzenden Michael Kiesewetter, Jürgen Hölscher, Vorstand der Volksbank Lingen eG, Monika Hoegen, Moderatorin, Heinz Rolfes, MdL und Stellvertretender Landrat

„Chancen für den Mittelstand“ in Lingen

Mittelstandsexperte Meyer sprach auf NBank-Veranstaltung zu Fachkräftebedarf
„Fachkräftebedarf mehr qualitativer als quantitativer Natur“

Einen Blick auf die Tugenden, Chancen wie Risiken mittelständischer Unternehmen warf als ausgewiesener Kenner des deutschen Mittelstandes, Prof. Dr. Jörn Axel Meyer beim heutigen Informationsabend „Chancen für den Mittelstand: Wachstum fördern, Fachkräftemangel begegnen“ in Lingen im Landkreis Emsland. Zu der Veranstaltung bei der it.emsland mbh hatten das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und die NBank eingeladen. In Talkrunden und Vorträgen stellten Wirtschaftsexperten den über 100 Teilnehmern Unterstützungsmöglichkeiten vor und diskutierten die Auswirkungen des Fachkräftemangels für mittelständische Unternehmen.

Hauptredner Prof. Dr. Meyer widmete sich in seinem mehr als halbstündigen Vortrag einem breiten Spektrum aktueller wirtschaftlicher Entwicklungen und leitete daraus Konsequenzen für das weitere Handeln des Mittelstandes ab. Aus seiner Sicht als Wissenschaftler und Praktiker referierte er über die Vertraulichkeit und Transparenz von betrieblichen Daten, über versteckte Kosten und über die Zinsentwicklung, insbesondere aber über den Fachkräftemangel. „Der Fachkräftebedarf ist mehr qualitativer als quantitativer Natur“, sagte der Mittelstandsexperte. Mit provozierende Thesen und Kritik an der Bildungspolitik regte er sein Publikum zum Denken an. Mit Beispielen und besonderen Stilblüten zeigte er auf, wie Mittelständler auf den Fachkräftebedarf antworten können. „Mittelständler müssen Employer Branding und Wissensmanagement betreiben. Sie müssen ihre älteren Mitarbeiter halten und sich von bewerbungsdominierten Bewertungen abwenden“, sagte Meyer.

Staatssekretärin Behrens: Gute Ausbildung und Qualifizierung Schlüsselfaktoren
Daniela Behrens, Staatsekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, beschrieb den Fachkräftemangel als eine der zentralen Herausforderungen der näheren Zukunft für den Mittelstand in Niedersachsen: „Wir sprechen in einigen Bereichen der Wirtschaft schon längst nicht mehr über die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, sondern über das Problem eines gravierenden Arbeitskräftemangels.“ Gerade für Mittelständler werde es nach Meinung der Staatssekretärin in Zukunft nicht leichter werden, ihren Fachkräftebedarf zu decken. „Gute Ausbildung und Qualifizierung waren und bleiben daher die Schlüsselfaktoren der niedersächsischen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik“, erklärte Behrens.

Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank, rief die anwesenden Unternehmen auf, ihre Chancen zu erkennen: „EU, Bund und Land tragen durch Beratungen und Förderungen kräftig dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen zu steigern, Wachstum zu fördern und dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten.“ Sein Apell an die niedersächsischen Unternehmerinnen und Unternehmer lautete daher: „Nutzen Sie unsere Angebote, kontaktieren Sie uns, kommen Sie zum Beratungsgespräch in die NBank. Wir unterstützen Sie!“ Gerade beim Innovationspotential sieht der NBank-Vorstandsvorsitzende „Luft nach oben“. “Wachstum kann aber nur gelingen, wenn wir gemeinsam für die klugen Köpfe und geschickten Hände, sorgen. Wir benötigen auch Meister, nicht nur Master“, sagte er.

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