Brief ans Verkehrsministerium

Lingen/Emsland. Dass die neue ICE-Anbindung zwischen Norddeich-Mole und München lediglich in Richtung Nordseeküste einen planmäßigen Halt in Lingen vorsieht, sorgte bei zahlreichen Emsländerinnen und Emsländer sowie dem Lingener SPD-Ortsverein für Unmut. De Ridder wandte sich nun mit einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Darin fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete auch einen planmäßigen Halt in Fahrtrichtung der bayerischen Landeshauptstadt sowie eine dauerhafte und langfristige Etablierung der ICE-Anbindung im Emsland.

Die Deutsche Bahn baut ihre Fahrziele aus und bietet in der Zeit vom 03. Juli bis voraussichtlich zum 20. September eine Direktverbindung von München nach Norddeich-Mole an. Das Emsland erhält dabei erstmals in seiner Geschichte eine ICE-Anbindung mit regelmäßigen Halten in der Kreisstadt Meppen und in Lingen Richtung Norden.

„Das neue Angebot der Deutschen Bahn – eine Direktverbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und der Nordseeküste mit Haltepunkten im Emsland ist sehr erfreulich, denn so wird es den Bürgerinnen und Bürgern des Emslandes ermöglicht, klimafreundlich und komfortabel zu reisen. Zudem trägt die neue Bahnanbindung zu einer Stärkung des hiesigen Tourismus bei. Gerade für das Emsland und die Grafschaft Bentheim ist der Tourismus ein Zukunftsthema mit großem Entwicklungspotenzial – und zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der stetig zu Wachstum und Beschäftigung beiträgt. Dies erweist sich gerade im Rahmen der Corona-Krise als essenziell“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Trotz aller Freude gibt es jedoch auch Unmut über die eingeschränkte Anbindung Lingens: zahlreiche LingenerInnen können nicht nachvollziehen, wieso ihre Stadt zwar auf dem Weg an die Nordsee mit einem planmäßigen Halt berücksichtigt wurde, nicht jedoch in umgekehrter Fahrtrichtung hin zur bayerischen Landeshauptstadt München. Dieses Unverständnis nahm die hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder zum Anlass und wandte sich mit einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium. In diesem fordert sie neben einem planmäßigen Halt in Fahrtrichtung München auch die dauerhafte und langfristige Etablierung der ICE-Anbindung im Emsland. „Wir haben uns mit unserer Regierungsarbeit dazu verpflichtet, substanziell den Klimaschutz zu stärken und uns für die Infrastruktur in den Regionen stark zu machen“, stellt De Ridder in ihrem Schreiben an Bundesminister Andreas Scheuer heraus und fügt weiter an: „Als vielreisende stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses sowie im Rahmen meiner stellvertretenden Mitgliedschaften im Verkehrsausschuss sowie im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung weiß ich, dass Sie meine Wertschätzung für den raschen und ökologisch wertvollen Bahnverkehr teilen. Ein attraktiver Bahnverkehr – auch und gerade in ländlich geprägten Regionen – ist für die Realisierung unserer Koalitionsziele unersetzlich. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier gemeinsam die Daseinsvorsorge, den Tourismus und den Umweltschutz substanziell stärken können und freue mich, wenn Sie das Anliegen der Menschen in Lingen und im Emsland unterstützen.“

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