Gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Kolde und Werkstättenleiterin Kristin Surmann (2. u. 3. v. r.) begrüßen die Mitarbeiterinnen des Inklusons-Café SAMOCCA die SPD-Politikerinnen Silvia Schmidt und Dr. Daniela De Ridder (3. u. 4. v. l.)  Foto: © SPD

Alle Tassen im Schrank

SPD-Behindertenbeauftragte Schmidt mit Bundestagskandidatin Dr. De Ridder bei der Lebenshilfe in Nordhorn

Wer das Café Samocca im ehemaligen RAWE-Kesselhaus besucht, wird gleich von einer besonderen Atmosphäre eingenommen. So zeigten sich auch Silvia Schmidt, Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, und Dr. Daniela De Ridder, frisch wiedergewählte Grafschafter SPD-Vorsitzende und Bundestagskandidatin, von ihrem dortigen Besuch sehr beeindruckt:

Seit diesem Jahr werden auf dem Gelände der ehemaligen Textilfirma RAWE Gäste begrüßt, nebenan befindet sich der Berufsbildungsbereich der Werkstätten der Lebenshilfe Nordhorn gGmbH.

Bemerkenswert am SAMOCCA ist, dass hier im Sinne der beruflichen Rehabilitation und Inklusion eine Werkstattarbeitsgruppe entstand, in der zahlreiche neue Arbeitsbereiche für Menschen mit Behinderungen geschaffen wurden. Unter dem Aspekt „fordern und fördern“ arbeiteten die Beschäftigten in den verschiedenen Arbeitsfeldern im gesamten Cafébereich weitestgehend selbstständig, erläuterte Geschäftsführer Thomas Kolde.

Schmidt und Dr. De Ridder lobten, dass im Café Inklusion gelebt werde, da hier Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiteten und auch als Gäste aufeinander träfen. „Inklusion ist ein Menschenrecht und ich freue mich, dass die Lebenshilfe mit ihrem Konzept die Lebensqualität betroffener Menschen deutlich unterstützt“ sagte Dr. De Ridder, die öffentliche Einrichtungen zum Thema „Vielfalt und Inklusion“ berät.

Inzwischen habe sich die Nordhorner Lebenshilfe zu einem Dienstleistungsunternehmen für über 1000 Menschen mit und ohne Behinderungen und für Menschen, die von Behinderungen bedroht sind, entwickelt, so Geschäftsführer Thomas Kolde und Werkstättenleiterin Kristin Surmann. In den verschiedenen Bildungs- und Arbeitsbereichen, so erfuhren die SPD-Politikerinnen, hätten über 550 Beschäftigte die Möglichkeit, im Rahmen ihrer persönlichen Fähigkeiten am Arbeitsleben teilzunehmen. Leider sei es immer noch nicht möglich, die Inklusion so weit voranzutreiben, dass Behinderte vollends auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Daher seien ihre Klienten darauf angewiesen, in einem auf sie abgestimmten Arbeitsumfeld arbeiten zu können.

Man könne die Betroffenen nicht einfach in den ersten Arbeitsmarkt entlasten und sie ihrem Schicksal überlassen, bestätigte auch die SPD-Behindertenbeauftragte. So werde es laut Schmidt noch einige Jahre Zeit benötigen, da aktuell die Voraussetzungen, etwa weil es zusätzlicher Betreuungskräfte in den Betrieben bedürfe, noch nicht gegeben seien.

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